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BDSM - SM - Sado-Maso - Sadomasochismus - eine einleitende Erklärung
 

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BDSM - SM - Sado-Maso - Sadomasochismus - eine einleitende Erklärung

vom 26.06.2012

Wir beschreiben in unseren Worten, worum es geht und was es damit auf sich hat.
Der Begriff BDSM ist ein Akronym, ein Zusammenschluss und gleichzeitig eine Kurzfassung der Anfangsbuchstaben folgender Wortpaare:

Bondage - Discipline
Dominance - Submission
Sadism - Masochism


Anhand der Begriffspaare lassen sich schon fundamentale Bereiche der Praxis herleiten:
Fesselung und Disziplin, Herrschaft und Unterwerfung sowie Sadismus und Masochismus.

BDSM ist die heutzutage gebräuchlichere Form zur Bezeichnung einer sehr facettenreichen Zahl sexueller Vorlieben und ersetzt die, aus derzeitiger Sicht, überholten Begriffe SM oder Sado-Maso, da diese auch in Form der Wörter Sadismus und Masochismus aus psychologischen Studien von Größen, wie z. B. dem

Richard von Krafft-Ebing (Bildnachweis siehe unten)

*1) deutsch-österreichischen Psychiater und Gerichtsmediziner Richard von Krafft-Ebing in dessen Werk Psychopathia sexualis von 1886 zur Kategorisierung von sexuellen Verhaltensweisen, Abweichungen und Perversionen zu sehr wertenden Bezug nehmen.


Sigmund Freud (Bildnachweis siehe unten)


*2) Auch der österreichische Arzt, Religionskritiker und Tiefenpsychologe Sigmund Freud ist daran nicht ganz unschuldig, da er in seinen 1905 entstandenen Studien Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie von Krankheiten schreibt, die aus einer fehlerhaften Entwicklung der kindlichen Psyche resultieren.




SM, Sado-Maso und Sadomasochismus sind wiederum Ableitungen der beiden prominenten Größen Marquis de Sade und Leopold von Sacher-Masoch, auf die wir weiter unten noch ein wenig eingehen werden.

Für Psychologen stellt sich zu diesem Thema die Frage, ob der Sadomasochismus eine sexuelle Neigung mit andersartigen Vorlieben ist oder eine Störung des Sexualverhaltens, die es zu behandeln gilt. Das ist wohl nicht eindeutig entschieden und sorgt nicht selten für kontroverse Diskussionen. Nun, wenn es nach der Einschätzung der Psychologen geht, kann man ja bei jedem etwas finden und somit hat auch jeder Mensch in irgendeiner Form einen Knall. Beispielsweise, der eine ist redselig und daher gleich geltungsbedürftig, der nächste macht gern was allein und ist dann schon beziehungsgestört u. s. w. - ist das wirklich so?! Wie wäre also der "perfekte" Weg/ Mensch, dem man aus psychologischer Sicht nichts vorwerfen könnte? Wenn es mehrere davon gäbe, müssten sie gleich sein. Aber wir sind alle Individuen mit unterschiedlichen Ansichten, Interessen, Erfahrungen und da sollten Psychologen nicht immer etwas suchen/ finden wollen oder nachsagen müssen.
Wichtig ist, wer sich wohl fühlt und anderen nicht schadet (bzw. nur im abgesprochenen Rahmen der beteiligten Parteien innerhalb unseres Themas ;.), benötigt keine erzwungene psychiatrische Betreuung.
Wer aber von sich aus einen Psychologen aufsucht, scheint ja ein Problem zu sehen und möchte Hilfe. Da darf Onkel Doc dann auch gefordert werden und mit den Analysen beginnen. Die richtige Lösung steht dann noch auf einem anderen Blatt.

So vielseitig der BDSM ist, so verschieden sind auch die Intentionen der Beteiligten ihn auszuüben. Es mag 1000 persönliche Gründe geben oder nur einen: dass es einfach Spaß macht! Doch trotz der ganzen Vielfalt, gibt es einige entscheidende und grundlegende Gemeinsamkeiten:
Alle Teilnehmer der Session sind mündig, bei vollem Bewusstsein, haben Ihre Tabus im Vorfeld geklärt und evtl. Safe-Wörter vereinbart, die zur Sicherheit bei Ausspruch die Handlungen unterbrechen können.
Häufig ist die sexuelle Luststeigerung das Ziel, was aber nicht zwangsläufig mit dem Orgasmus einhergehen muss.
Es gibt eine aktive, dominante Seite (die Tops, die Doms - ob die weibliche Domina, die Herrin oder der männliche Dominus, der Herr), die Disziplin und Unterwerfung fordert und den verantwortungsvollen Umgang mit den verwendeten Werkzeugen beherrschen sollte, wie auch die Kenntnis über das verabredete Save-Wort und evtl. bestehende Vorerkrankungen des Gegenübers haben sollte. (So wären Reizstrom-Behandlungen bei Herzerkrankungen absolutes Tabu!). Die Dominanz kann jedoch nicht allein das "Spiel" bestimmen - keine Dominanz ohne Submission.
So kommen wir zur anderen, der passiven oder devoten Seite. Dort stehen Sklaven, Delinquenten - die Subs oder Bottoms, die Ihren Herren/ Peinigern ein gewisses bis unendliches Vertrauen schenken, um sich gänzlich der Situation und den Handlungen der anderen Seite hingeben zu können.
Nicht selten werden die Rollen zwischen den Partnern auch getauscht, so dass man vom "Switchen" spricht. Folglich ist jemand, der beide Rollen bedient, ein sogenannter "Switcher" und hat Interesse an beiden Seiten.

Der älteste Witz der Szene darf hier nicht fehlen - sorry, der muss einfach sein:
Sagt der Masochist zum Sadisten: "Schlag mich!"
Antwortet der Sadist: "Nö!" ;.)


Nun noch zu den beiden angekündigten Persönlichkeiten:

Marquis de Sade (Bildnachweis siehe unten) *3) Donatien Alphonse François de Sade, bekannt als Marquis de Sade, wurde 02.06.1740 in Paris geboren. Er war französischer Adliger und für ein ausschweifendes, gar skandalöses Leben bekannt, was ihm mehrfache Verhaftungen, zahlreiche Jahre in Gefängnissen und sogar Irrenanstalten einbrachte. Selbst seinen Tod am 02.12.1814 fand er als Insasse der Irrenanstalt Charenton bei Paris. Vorwiegend in Haft entstand ein Großteil kirchenfeindlicher, pornographischer und philosophischer Schriften und Romane, wie z. B. Die 120 Tage von Sodom, Justine, Juliette oder Die Philosophie im Boudoir.
Für die nachfolgende Zeit bis hin zur heutigen war de Sade Segen und Fluch zugleich. U. a. beeinflusste er maßgeblich Literatur, Bildende Kunst, philosophische und psychologische Ansichten. Selbst Sigmund Freud übernahm Teile von de Sades' gemachten Feststellungen und baute über 100 Jahre später darauf auf.


Leopold Ritter von Sacher-Masoch (Bildnachweis siehe unten) *4) Leopold Ritter von Sacher-Masoch wurde am 27.01.1836 im damalig zum österreichischen Kaisertum gehörenden Lemberg (eine Stadt in der heutigen Ukraine) geboren und verstarb am 09.03.1895 in Lindheim in Hessen. Er galt als österreichischer Schriftsteller, der neben zahlreichen "artfremden" Romanen und Novellen auch das Vermögen besaß, triebhafte Sehnsüchte nach Schmerz und Unterwerfung ästhetisch zu formulieren. Dabei widmete er sich dem passiven Erleben, wobei der Begriff Masochismus bereits zu dessen Lebzeiten geprägt, aber entgegen seines Einverständnisses genutzt wurde. Sein wohl bekanntestes Werk zum Thema ist Die Venus im Pelz von 1870. (Für Interessierte bietet der Spiegel online die Vollversion zum Lesen an. Dazu bitte hier klicken.)



Zu diesem Thema lassen sich ganze Enzyklopädien füllen, nicht zuletzt, weil es mehr als vielfältig ist, fürs Erste soll es aber reichen, um unsere BDSM-Zone im Info-Bereich einzuleiten und einen Einblick zu bieten.

Bild-Quellennachweise:
*1) Richard von Krafft-Ebing - von Lehmann [Public domain], via Wikimedia Commons
*2) Sigmund Freud - von Max Halberstadt (1882-1940) [Für die Lizenz, siehe], via Wikimedia Commons
*3) Marquis de Sade - von Charles-Amédée-Philippe van Loo (1719-1795) [Public domain], via Wikimedia Commons
*4) Leopold Ritter von Sacher-Masoch - von Unbekannt [Public domain], via Wikimedia Commons