Spanking - Teil 1 - Ursprünge und Vorlagen

vom 15.08.2012

Da sich bei uns auch Spanking-Liebhaber wohlfühlen sollen, liegt es nahe, dass in der Info-Zone etwas darüber zu finden ist. Obwohl wir nicht sämtlichen Gesichtspunkten dieser facettenreichen Neigung gerecht werden können, bleibt es nicht bei einem Beitrag und wir behandeln erst nur die Ursprünge. Weiteres wird folgen.

Spanking, eigentlich aus dem Englischen für Schläge, Prügel, wird längst auch hierzulande genutzt, um eine immer weiter sich verbreitende Praktik zur erotischen Luststeigerung zu benennen, die durch "Haue" mit der Hand oder abwechslungsreichen Schlaginstrumenten verursacht wird.

Das verdeutlicht eine Beziehung zu Schmerz, Schmerzen austeilen und empfangen, Dominanz, Unterwürfigkeit, Züchtigung und Bestrafung sowie darüber hinaus sogar eine Verbindung zu Vertrauen, Partnerschaft, Hingabe und Befreiung und nimmt einen gewichtigen Anteil im BDSM ein. Daher sind Volljährigkeit, Mündigkeit und das Einverständnis aller Beteiligten (bei vollem Bewusstsein) schon mal zwingende Grundsätze.

Einstiges - allgemein:
Ursprünglich fand Spanking Anwendung bei altmodischen Erziehungsmethoden der Heranwachsenden, um Ungehorsam zu strafen und Gehorsam zu erwirken und reichte weiter noch von Disziplinierung der Ehefrau, von Deserteuren über Folter- bis hin zu Todesstrafen von Hexen, Straffälligen oder Sklaven, quer durch Menschheitsgeschichte, Kulturen und Kontinente. (Bedauerlicherweise ist das z. T. heute noch so!) Diese Beispiele sind von einseitiger Natur und Dunkel-Zonen distanziert sich ausdrücklich von einer Befürwortung! Derjenige, der die Peitsche schwingt, mag vielleicht seine sadistischen Züge zu seiner Zufriedenheit ausleben können, solange die Zustimmung des "Delinquenten" zu dieser Prozedur fehlt, findet das in unserem Hause keine Toleranz! Als historische Tatsachen werden diese Bereiche hier jedoch angeschnitten.

Körperliche Züchtigung bei Heranwachsenden:
Eine Maßnahme der Vergangenheit, deren Untersagung noch gar nicht so lange her ist. Lehrkräften an Schulen in der Bundesrepublik Deutschland wurde gesetzlich abschließend erst in den 70er Jahren eine körperliche Bestrafung untersagt.
Und im Jahre 2000 erst wurde das Gesetz zur Ächtung von Gewalt in der Erziehung im BGB geregelt, was besagt, dass Kinder ein Recht auf gewaltfreie Erziehung haben und körperliche Bestrafungen, seelische Verletzungen und andere entwürdigende Maßnahmen unzulässig sind.

*1)
*2)

Le Toucher - ca. 1839 - von Honoré Daumier (Bildnachweis siehe unten)